Archiv/Götterdämmerung

erstellt: 20.07.2007

Götterdämmerung
Versuch einer Sebstbetrachtung

Mehrere Versuche meinen Gefühlszustand zu beschreiben, scheitern kläglich. Inhaltslose Phrasen ergießen sich Zeile für Zeile auf dem Papier und die Offenbarung meines verkorksten Daseins erscheint, mit aufgebläht apokalyptischem Pathos, vor meinem Auge. Die Verzweiflung über meine Unfähigkeit mich aus diesem emotionalen Chaos zu befreien, schürt einmal mehr das Feuer des Selbsthasses, der aus jenen Tiefen meiner Gefühlswelt aufsteigt, in denen auch die Sehnsüchte nach Liebe, Leidenschaft, Glück und Erfolg, ihrer Erfüllung entgegen schreien. Immer wieder kämpfen Glaube und Hoffung an die glückliche Wendung meines Lebens gegen die Verzweiflung und die Ohnmacht an, ein gottverdammter Loser zu bleiben. Wann ist diese Zeit der erniedrigenden Wirkungen zu Ende, deren Ursachen schon so lange zurückliegen? Verfluchen möchte ich die Geschehnisse meiner Vergangenheit, die mich in diese Situation gebracht haben. Wo sind die Menschen heute, die sich damals in meiner Sonne wärmten, die mich als ihren Freund und Gönner ansahen, mir Respekt und Bewunderung entgegen brachten und deren brennende Leidenschaft sie durch jedes Feuer für mich trieb ? Mein Erfolg und meine Macht suggerierten jenen devoten Vasallen und Speichelleckern, die Bewunderung, die ich mir, wie ich heute leidvoll feststellen muss, von diesen Subjekten nur erkaufte. Meine charismatische Ausstrahlung, mein Sendungsbewusstsein, aufgelöst im Äther der Vergänglichkeit…?!

Enttäuschung und Verbitterung, frisst sich satt an der Realität dessen, was sich nun mein Leben nennt. Wo ist jener Gott, der die Welt und mich nach seinem Bild erschuf und danach einfach verschwand? Jahr um Jahr lebe ich nun diese Schmach. Nach meinem Empfinden hat er sich nach einer anderen Baustelle umgesehen, ist abgehauen, wie die Meinen. Seine Hinterlassenschaft gleicht eher einer irrationalen Raum-Zeit Metamorphose, an deren Anfang ein Wort, Licht werden lies. Und an deren Ende ein apokalyptischer Supergau die optionale Einzugsmöglichkeit in einen ewig währenden euphorischen Seinszustand offeriert. Voraussetzung sei sich einer Betriebsanteilung und 10 Geboten zu unterwerfen, die mir bis heute nichts anderes, als kindheitstraumatische Schuldgefühle suggerierten. Desgleichen Verlassens- und Versagensängste und Zweifel, Göttern neben ihm, Opfer erbracht zu haben. Hab ich die Götter neben ihm erschaffen? Brauchte dieser Gott nicht auch ein Spiegelbild seiner selbst, um sich als einziger, wahrer Gott zu erkennen? Habe nur ich eine narzisstische Störung? Muss sie gar leben, weil ich mir kein Bildnis von ihm machen darf? Hab ich gerade deswegen gelogen und gestohlen, den Vater oft gehasst und ihm den Tod gewünscht?

MedusaDie Mutter angebetet, ja! Vergöttert, wenn sie denn da war. Wachte ich des nächstens auf, befiel mich Todesangst vor ihrem leeren Bett. Schwor ich dem Gott bei meinem Leben, sein treuester Jünger zu werden, wenn sie doch nur nicht tot wäre und bitte, bitte wieder käme. Da blieb sein Ruf aus und mein Wimmern fand kein Ohr in der dunklen Nacht.

VenusIn meinem Jammertal fühle ich mich von einem Nebel des Selbstmitleids umhüllt. Was soll ich tun um den Schleier zu lüften? Pusten? Mein Selbstwert tendiert gegen Null und ich frage mich, ob ich die Kraft besitze mich aus dieser Ohnmacht zu befreien. Mein energetischer Ansatz ist eine imaginäre Hoffnung, welche tatsächlich nur hofft, geschweige denn tatkräftiges Handeln suggeriert. Meine psychische Struktur ist, zu meinem Unglück, durch ihre extravertiert-visuelle Wahrnehmung objektbezogen. Die Wandlungsfähigkeit von Äußerlichkeiten und ihren Anerkennungsmechanismen abhängig. Meine Vereinsamung verhindert den von außen ersehnten Impuls zur Wandlung. Ich leide unter einer narzisstischen Störung, Meine Sehnsucht nach Anerkennung schien wohl in meiner Kindheit nicht ausreichend befriedigt worden zu sein. Geliebt zu werden, ist bei mir objektabhängig. Selbstliebe erfuhr nie Priorität. Meine Selbstachtung achtet eher auf vordergründige Haltung, mit verhöhnenden Blicken für die Umwelt, die diese Projektion, als meine Selbstverachtung aufnehmen soll. Entsprechende Ignoranz der Adressaten tötet mich durch ihre verächtliche Gleichgültigkeit. Nicht einmal Hass kommt mir entgegen. Mein stummer Aufschrei, lässt beißenden Spott über die Menschheit regnen. Meine Hybris aalt sich in ihrer Intellektualisierungsneurose, stets alles und jeden im Griff zu haben. Sarkasmus prägt mein Dialogverhalten. Zynische Abgehobenheit will Erhabenheit suggerieren. In meiner Verzweiflung nähre ich die Selbstzerstörungsmechanismen durch zwischenzeitlich hochkultivierte Verdrängungspraktika, die den Glauben an meine Unsterblichkeit nach und nach kontaminieren. Mein Ego ist eher eine von Selbstdarstellungszwängen geprägtes egozentrisches Über-Ich-Konzentrat, bereit alle Entfremdungsmechanismen mit äußerster Härte zu unterbinden.

VenusAls ich kürzlich wieder einmal giftig und doppelzüngig wie eine Viper mein rhetorisches Gift versprühte, kam mir der Gedanke, dass die Selbst-Erkenntnis eine Frucht jenes Baumes ist, die den Mythos der Menschwerdung, von seiner göttlichen Abstammung herleitet. Der freie Wille sei eine Morgengabe Gottes für die Vertreibung aus dem Paradies. Autosuggestion eine Manipulationsmöglichkeit, die man auch alleine zu hause machen kann. So erkläre ich mich hiermit zum Gott meines eigenen Universums. Bei Götterdämmerung mach ich rüber.

Wie aus gut informierten Kreisen zu vernehmen war, wurde der Autor dabei erwischt, als er eine Flamme des göttlichen Feuers stahl. Der einfältige Versuch, die Tat bei Götter-Dämmerung auszuführen, mündete bei den Göttern in apokalyptische Empörung, später in höhnisches Gelächter. Mit Entsetzen glaubte man doch zuerst, dass Prometheus die Flucht gelungen war. Ein hervorragendes forensisches Gutachten, das eindeutig und sachverständig die Pathologie einer hochtraumatischen Kindheit aufzeigte, stimmte das Gericht bei seiner Urteilsfindung milde. Insbesondere Zeus zeigte sich als Vorsitzender allerhöchst befremdet über die verantwortungslose Haltung jenes Schöpfers, nach dessen Gesetzen der Verzweifelte Sünder erzogen wurde. Hatte dieser Gott seinen Kosmos doch einfach verlassen und die ohnehin konfliktbeladene polare Struktur seiner Schöpfung einem in Ungnade gefallenen Engel, namens Luzifer überlassen. Als Träger des Lichts wirtschaftete er, seit Äonen in seine eigene Tasche, als es eine Vielzahl von Göttern, neben jenem abwesendenden Gott, je getan hätten. Dies, und die sympathische Erscheinung des reuigen Feuerdiebes, der nach abschließender Auffassung des Gerichtes konsequent nach dem Ebenbild seines Schöpfers, unter Anwendung des freien Willens, gehandelt hat, führte zu einer Verurteilung zu 1001 Nacht als Armleuchter auf der Terrasse des Olymp. Manchmal erblickte er abends am Horizont einen Adler der zurück in seinen Horst flog. Jedes Mal läuft ihm ein kalter Schauer über den Rücken, ahnte er doch von wem der Adler kam, und in welchen Mythos ihn seine narzisstische Störung beinahe getrieben hätte. Erst auf den Putz hauen und dann in infantilste Objektbezogenheit mutieren, ganz im Sinne einer postödipalen Schuldzuweisung, um seinem Erzeuger mal richtig in die Eier zu treten. Das Feuer, das er glaubte stehlen zu müssen, wurde entfacht von seinem Erzeuger und seiner Gemahlin, um postum eine ungewollte Empfängnis, als einen mystifizierten Schöpfungsakt erscheinen zu lassen, welcher ihm für seine Menschwerdung, nach wessen Ebenbild auch immer, allerhöchstes Willkommensein suggerierte. Insbesondere, weil der Verzehr einer Erkenntnis verleihenden, verbotenen Frucht einen paradiesisch verklärten Seinszustand abrupt unterbrechen sollte, wie es denn wohl dem freien Willen des Vaters entsprechen sollte. Welche Vorsehung ihn vor dem Abort auch immer bewahrte, er brannte für alles und jeden und ging durch jedes Feuer, um auch die letzte Kastanie heraus zu hohlen. Für seine Mutter brannte seine Hand, als sie, vor dem Ofen sitzend, einen Hitzeanfall überfiel. Ihr Huhh, ist mir heiß!!! forderte ihn umgehend auf, ein gro0es Glas Wasser in den glühenden Ofen zu schütten, wobei die Stichflamme Hand und Arm dermaßen versengte, dass man als Ursache einen Griff ins Höllenfeuer diagnostizieren wollte. Seine Mutter gab sich lieber einen hysterischen Anfall hin, als seine Brandwunden zu kühlen. Wer im Mythos Abbilder seiner Persönlichkeit zu erkennen glaubt, und daraus eigene Verhaltensstrukturen abzuleiten versteht, ist in der Lage, der dem Mythos innewohnenden, unabdingbaren Konsequenz von Ursache und Wirkung, entgegen zu treten. Welchen Wert eine solche Erkenntnis für den Einzelnen besitzt, gereicht dem einen, sein Leben in andere Bahnen zu lenken. Einem anderen, will jene Hybris glauben machen, durch das Opfer seiner selbst, Unsterblichkeit im Mythos zu erlangen. Prometheus, von göttlicher Abstammung, mit Klugheit gesegnet und im Wissen um den göttlichen Samen in der Erde, formte die Menschen, und war ihr Schöpfer. In seiner Hingabe für seine Geschöpfe, stahl er den Göttern das Feuer. Zeus lies ihn seine Tat büßen, indem er ihn Jahrhunderte lang an eine Felswand kettete, wo ihm jeden Abend ein Adler, die Leber abfraß, im Wissen darum, dass sie ihm am nächsten Tag erneut nachgewachsen war. Sein Erlöser war Herakles, ein Sohn des Zeus.

Sisyphos , wälzt den Fels bergauf, seit er den Tod für seine Unsterblichkeit zu überlisten suchte, was ihm für eine Zeit auch gelang. Als die Götter den Tod befreiten, behielt jener seine Unsterblichkeit, jedoch rollt ihm der Fels kurz vor dem Gipfel wieder und wieder den Berg hinab. Sag an, Sisyphos, wie hoch war wohl der Preis, für das ewige Leben?

NarzissDu Narziss, schaue in den Spiegel. Wolltest du nur das Wunschkind deiner Mutter sein, das sie immer noch wollte, immer und immer bis zur Selbstverleugnung, Selbstaufgabe und Tod. WANN STARBST DU, um dein falsches Selbst nun zu leben? Was mag hinter Deinem schönen Gesicht zu erkennen sein? Dein wertloses Selbst? Und hinter ihm, dein Selbsthass, und die Verachtung dafür, und noch dahinter , grauenvoll und grässlich, Selbstzerstörungskräfte, die Du schon hast kräftig wirken lassen. Wohl dosiert, bis exzessiv, denn Deine Todessehnsucht, einsam und verlassen von der Welt zu scheiden, willst Du Dir noch lange bewahren. Nur aus Angst im Jenseits der Gewissheit zu begegnen, Dein wahres Gesicht nie angeschaut zu haben. Das hält Dich davon ab, Dir in würdigem Selbstmitleid das anzutun. Warum all diese Selbstverleumdung? Nur weil Du nicht aus Liebe gezeugt und nicht, als der neue Messias geboren wurdest. Der Tod deines wahren Selbst hat Dich tiefer und tiefer in die Dunkelheit getrieben. Du wurdest deinem idealisierten Bild, das du so liebst, nie gerecht. Du hast die Welt immer von neuem erschaffen, um in deinem Anspruch der Grandioseste zu sein, um daran immer wieder zu zerbrechen. Selbst wenn Du sie anschaust und sie Dir offen begegnet, alles bekommst, was sie zu bieten hat. Es gibt immer Gründe, das Erschaffene zu zerstören. Du hast Deine Depressionen überwunden, die Dich über Jahre quälten. Wie ein Straßenköter bist Du jedem Abgrund hinterher gelaufen, die Faszination des Grauens sehnsüchtig aufgesogen. Doch selbst in Deinen dunkelsten Ecken, gähnte Dich irgend wann lähmende Leere an. Dann der Aufbruch, Wandel: Du hast Selbstverachtung durch Achtsamkeit für Dich ersetzt. Selbsthass jeden Tag mit einer liebevollen Tat für Dich in Selbstliebe umgewandelt. Sich wertlos fühlen hat Dich dazu inspiriert etwas wertvolles an Dir oder für Dich zu entdecken. Äußere Schönheit durch erkannte innere Schönheit erhöht und veredelt. Schönheit in Dir selbst gefunden, in dem Du erkanntest, was man schön findet und es einfach lebt. Die letzen 12 Jahre gingen für eine Beziehung drauf, deren 1. Teil ausschließlich darauf ausgerichtet war mein idealisiertes Bild mit aller Macht zu verwirklichen. Die materiellen Gegebenheiten ermöglichten es, dieses Bild meiner Umwelt und insbesondere der Frau, die ich dafür auserkor, zu erschaffen. Sie war das Ideal von Schönheit, wie ich sie mir vorstellte. Ich vergötterte mich im inneren und verfiel ihrem Echo, das in jeder Hinsicht vom Feinsten, seine äußere Ausstattung fand. Was sieh sah und wollte bekam sie.

Für ein Kleid fuhren wir nach Paris oder nach Mailand. Meine Welt war alles außer der Spiegel meiner Seele. Mein Dasein, ein Rausch des Ideals, die Realität sonnte sich in der Verblendung. Die 2.Hälfte waren geprägt durch den Niedergang des gesamten Konstrukts, verbunden mit großen Leid für alle Beteiligten. Dem gesellschaftlichen und kulturellen Abstieg folgte der soziale und letztlich der materielle, begleitet von apokalyptischen Orgien im Kokainrausch. Der Untergang wurde geplant. Mehr als einmal dem Teufel in das Gesicht geschaut. Der Tod gab seine Visitenkarte ab, verschob allerdings den Termin bis auf weiteres. Schlusspunkt Verhaftung-Gefängnis-Sarg. Zusammenbruch aller sozialen Kontakte. Eine Drogentherapie eröffnete neue Horizonte. Ich erkannte Möglichkeiten der Wandlung, dennoch immer weiter krankhafte Versuche die Vergangenheit wieder aufleben zu lassen, um die „Liebe“ der in Schönheit verbliebenen, wieder herzustellen und, ihre Bewunderung zurück zu erlangen. Meine Anstrengungen gaben dem Idealbild Farbe und Kontur, doch nur um das finale Scheitern zum Vorschein kommen zu lassen. Ein Alptraum von innerer Zerrissenheit, Aufflammen und Verbrennen. Dann die Erleuchtung und die bedingungslose Kapitulation, was sich für mich als Glücksfall erweisen sollte. Die Aufarbeitung meiner Vergangenheit lies mich einen Silberstreifen sehen. Selbststudium, Rückzug, Disziplin, mit Ausrutschern, ließen mich den jüngsten Tag erleben und die Vergebung der Sünden erfahren. Grund: ICH HABE ES SO BESCHLOSSEN. Meine Kenntnisse reichten aus, um Strukturen und Glaubenmuster, die Kindheit und ihr Trauma nahm erhellende Gestalt und Inhalte an, aus denen ich meine Struktur kognitiv erfassen konnte. Der Rest kam aus dem Unbewussten, oft zum richtigen Zeitpunkt. Die Anerkennung des Status quo nuovo gewann Substanz. Bescheidenheit und Rückzug dominierten mein Leben. Geduld und eine langfristige Ausrichtung meiner nunmehr ihrer Berufung folgenden Absichten, erhöhen die Frustrationsschwelle, und schützen vor quartalsmäßigen Abstürzen. Insbesondere seit die Vollmondturbulenz eine durch Bewusstheit einbetonierte, Beruhigung erfuhr. Die in den Wahn treibende Leidenschaft für die Frau, die einmal meine Göttin war, ist durch kognitive Selbsttherapie in ihren Ursprüngen erkannt. Die Tretminen sind durch Einsicht in ihre Gefahr, und der Lokalisierung ihrer emotionalen Zünder, entschärft. Meine Grundeinstellung zu ihr ist rein gegenwartsbezogen und in ruhigen emotionalem Wasser, was uns zu Zeiten in verhaltene Leidenschaften verfallen lies. Der Traum ist ausgeträumt, die Leidenschaft mehr oder weniger erloschen. Ich stehe auf dem Boden der Tatsachen und frage mich ein ums andere Mal, ob nun ich oder der Teufel den Ritt durch die Hölle gewonnen hat. Gleichwohl ich im Bewusstsein meiner geleisteten Eigenarbeit und mit dem Willen zu neuen Erkenntnissen zu gelangen, diese Aufzeichnungen verfasst habe...!!!? Es fehlt etwas. Wo ist die Leidenschaft geblieben, das Feuer, der Motor, der Antrieb? Nun, der in meiner Parabel mystifizierte Ansatz, den Göttern das Feuer zu stehlen, misslang. War es nie da? Wer wollte das Feuer stehlen? Das Idealbild oder der Untote ? Wer ist dieser Armleuchter auf der Terrasse des Olymp? Ein Feuerdieb dem die Götter gnädig sind? Will er nun Kreide fressen in der metaphorischen Beschreibung, kleine Steine der Weisheit zermalen und das Pulver mit einem Schluck aus dem Heiligen Gral hinunter schlucken. Ein etwas subtileres Motiv, um den Göttern wieder eins auszuwischen und sich damit als GOTT zu erklären und endlich auch als solcher die Anerkennung zu finden. Seine Anonymität auf dem göttlichen Terrain zunächst listig verbergend...!???

Tarot-Karte ErleuchtungNoch hat er für ein paar hundert Tage Schicht auf dem Olymp,. Er beleuchtet als Armleuchter die Terrasse. Er steht mit der Fackel in der Hand da. Die Dummheit, die mit der Bezeichnung Armleuchter zu Ausdruck bringen wollte kennzeichnet seine innere Haltung zu sich selbst. Sie symbolisiert in vor seinem Auge als arme Leuchte, also arm an Geist und leuchtend. Ist dieser Ausdruck der Bescheidenheit, nicht auch im Symbol des Eremiten „einleuchtend“ zu sehen. Der alte Mann mit dem Stab und der kleinen Laterne in der Hand. Arm in seiner Erscheinung und überhaupt etwas entrückt. Seine Symbolik bedeutet frei zu sein von überflüssigem Ballast, die es ihm ermöglicht sich einer Sache ganz zu widmen. Ist er mit dieser Einstellung zu sich selbst wirklich dumm oder einfältig? Das Licht symbolisiert, das innere Feuer, das einen in seiner Gegenwart, etwas von seiner eigenen Göttlichkeit spüren lässt. Es ist der Funke in Dir, der deine Wahrheit, Deine Treue zu Dir selbst reflektiert, der Deine Selbstachtung durch ein „sich im Innersten treu bleiben“ zu Ausdruck bringt. Im Äußeren ist dies in seiner Haltung und der dazugehörigen Tat erkennbar, die immer im Konsens mit seiner inneren Überzeugung steht, ungeachtet der Gefühle und der Gedanken, die sein Handeln in ihm verursachen.

Ich habe Tränen vergossen, als ich diese Erkenntnis aus der Bewertung meiner Metapher niederschrieb. Ich war wirklich tief berührt und furchtbar traurig mich so erbärmlich zu karikieren. Die originär mit Pathos und Weltuntergang begonnene Abrechung mit mir und meiner bisherigen Lebensbetrachtung, die Beschuldigungen GOTTES UND ALL JENER die mich im Stich ließen, meine Verurteilung und Selbstdegradierung sind mir zu der Erkenntnis gereicht im Archetypus des Eremiten einen Weg zu meiner Selbsterkenntnis zu finden:

Prometheus

WER SEINEN MYTHOS LEBT, OPFERT SEIN SELBST,
FÜR DIE UNSTERBLICHKEIT
IM MYTHOS

NUR WER SICH SELBST LEBT,
BLEIBT URSACHE SEINER WIRKUNG.

GÖTTERSACHE BLEIBEN UNSTERBLICHKEIT, MYTHOS UND OPFER.

Bernhard R. Lubberger